Social-Networks als Lieferant für Angriffsziele:
Gefahr für 2010: Industrialisierung erhöht Wucht der Hacking-Angriffe
Durch die Automatisierung der Hacking-Angriffe über Botnets nimmt die Angriffswucht auf die Unternehmen in 2010 enorm zu. Weitere Trends sind personalisierte Angriffe dank Social-Networks und die vermehrte Jagd auf Applikations-Zugangsdaten.
Die Gefahren aus dem Internet drohen in 2010 eine neue Dimension anzunehmen: Durch die Industrialisierung der Hacking-Angriffe bekommen diese eine ganz andere Wucht. Dahinter steht eine Arbeitsteilung der Cyber-Kriminellen wie sie auch bei Drogenkartellen zu finden ist. Den Internet-Gangstern stehen dabei Botnets zur Verfügung, die als enorm skalierbare Plattform nutzen, um ihre automatischen Angriffstools auszuführen. Vor diesem Trend als einer von fünf Kernentwicklungen warnt das Sicherheitsunternehmen Imperva.
Das Dashboard der Web-Application-Firewall »SecureSphere« von Imperva
Außerdem beobachten deren Spezialisten, dass die Cyber-Gangster versuchen, Daten direkt in den Zugriff zu bekommen, und dabei die zugehörigen Applikationen umgehen. Weiter dienen Social-Networks als Basis für mehr personalisierte Angriffe per Phishing oder Malware. Um Angriffe besser automatisch ausführen zu können, versuchen die Internet-Kriminellen vermehrt, Applikations-Zugangsdaten zu knacken anstatt von persönlichen Accounts. Schließlich sieht Imperva einen Trend dahin, über eine bessere Beobachtung Angriffe zu erkennen, bevor sie wirklich ausbrechen.
In der Cyber-Gangster-Welt entsteht eine Arbeitsteilung, wie sie auch Drogenkartelle kennen. Bestimmte Communities sind dafür verantwortlich Botnets zu warten und weitere einzurichten. Diese stehen dann Gruppen zur Verfügung, die mit Hilfe der Botnets etwa sensible Informationen gewinnen. Andere kaufen diese Daten, um damit Betrügereien zu begehen.
Dabei werden Suchmaschinen wie Google zu einem zentralen Instrument, um nach potenziellen Opfern zu suchen oder infizierte Seiten bekannt zu machen. Zudem infizieren Cyber-Gangster aktuell besonders solche Seiten mit Schadcode, die mit Schlüsselwörtern versehen sind, die bei Google hoch im Kurs sind. Unternehmen müssen sich dabei im Klaren sein, dass mittlerweile jede Web-Anwendung in das Visier der Kriminellen kommen kann, warnt Imperva. Ein Schutz auf Applikationsebene werde daher unabdingbar sein.
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